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erziehung 

   Man sagt, ein klein wenig Hund steckt in jedem Husky.

Dieses Stückchen Hund gilt es zu finden und zu prägen.
Huskys bellen eher selten, doch sie heulen, mit Hingabe. Schützen und Bewachen sind instinktive Verhalten eines Hundes, Ihr Nordischer findet selbst einen Einbrecher meist sympathisch. Nur ständiges und konsequentes Üben unter sachkundiger Anleitung verspricht Erfolg. Damit meine ich nicht einen 10-Stundenkurs in Sachen Unterordnung - Nein, tägliches Training über Monate erwartet sie und nur dann wird ihr Husky ein folgsamer Begleiter.
Jedoch wird niemals ein Schäferhund aus ihm, wenn sie das glauben, erwarten Sie ruhig die Pfote an der Stirn. Ein Husky ohne Leine ist in der Regel weit vor dieser Staubwolke, der Sie gerade folgen. Rennen Sie nicht hinterher. Es ist zwecklos. Machen Sie sich besser auf einen längeren Aufenthalt im Freien an exakt dieser Stelle gefasst. Sichelschwanz kommt wieder, irgendwann. Normalerweise! Denken Sie aber auch an die Herrschaften mit der Schrotflinte. Die mögen keine Konkurrenz im Revier. Bei entsprechender Ausbildung ist dies jedoch auch möglich, vorausgesetzt sie lassen ihn nicht aus den Augen und sind jederzeit Herr der Lage.
Vielleicht lassen sie den Karabiner doch besser eingehakt?
Angeleint werden Sie mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert.
Schlittenhunde ziehen, und zwar ordentlich. Spazieren gehen trifft den Ausflug mit Ihrem Husky keinesfalls. Sie werden ausgesprochen zügig unterwegs sein, im wahrsten Sinn des Wortes. Vermeiden Sie unbedingt Begegnungen mit Hühnern, Schafen, Katzen, Hasen…
Und besorgen Sie sich gute Schuhe, damit Sie einen festen Stand haben, falls Sie doch auf Hühner, Schafe, Katzen oder Hasen treffen.
Sitz, Platz - kein Problem, vorausgesetzt die Beute stimmt. "Hier, hierhin, komm hierher, wirst du wohl sofort hierher kommen?" Jetzt haben Sie ein Problem wenn das nicht ständig unter allen möglichen Situationen trainiert wurde - über Monate hinweg!! Hätten Sie einen Hund, wäre das Tier umgehend bei Ihnen. Sie aber wollten ja einen Husky. Machen Sie sich also bitte nicht zum Gespött der Leute, wenn sie nicht gewillt sind diesen Grundgehorsam immer wieder über Jahre hinweg zu trainieren und zu vertiefen. Ansonsten hilft nur der schnelle Griff ins Geschirr oder Halsband. Sonst stehen Sie Sekunden später allein da - und dann, siehe "Husky ohne Leine".
Und noch etwas, schreien Sie Ihren Husky niemals an.
Sie haben ein hochintelligentes und sehr sensibles Lebewesen vor sich, das ausgezeichnet hören kann! - Die Betonung liegt auf kann. Schreien bewirkt rein gar nichts, Sie ruinieren lediglich Ihre Stimme und das Fitzelchen mühsam erworbene Autorität. Respekt können Sie von den Nordischen ohnehin nur erwarten wenn auch sie ihm Respekt entgegenbringen und er sie ohne Wenn und Aber als Rudelführer akzeptiert.
Trotz allem ist es auch mit einem Husky möglich, die Begleithundeprüfung zu bestehen und recht erfolgreich an Agility-Turnieren teilzunehmen. Wir sind das beste Beispiel. Nur erwarten sie nie den Kadavergehorsam eines Schäferhundes!
Wo also ist er, der Hund im Husky?
Schauen Sie genau hin! War da nicht gerade so ein gefährlich faszinierendes Funkeln in diesen unglaublich leuchtenden Augen? Ist es vielleicht doch eher der Wolf im Husky, der Sie mit hypnotischem Blick in seinen Bann zieht? Ganz sicher ist nur das Eine:

   Sie haben einen Traumhund.

 

 

 

 

 

 

 

 

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